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Content Hubs in der Unternehmenskommunikation

Warum es Sinn macht, ein bisschen „mehr“ zu erzählen

Informieren, beraten, unterhalten – Contentmarketing ist schon lange nicht mehr nur ein nice-to-have innerhalb der Unternehmenskommunikation. Experten sprechen gar vom unverzichtbaren Teil des Marketing-Mix, mit dem die verschiedenen Probleme der jeweiligen Zielgruppe gelöst werden sollen. Guter Content eben, der genau hinhört, wo es gerade hakt. Und dann die richtigen Worte oder Bilder  findet, um auf die Fragen unserer Zeit passende Antworten zu liefern – ganz einfach Mehrwert schaffen. Und zwar für jene, die wir als Kunden halten wollen oder als solche für uns gewinnen möchten. Soweit die Theorie. Doch wie sieht die Praxis aus? Und was genau hat es mit einem Content Hub auf sich?


Content Hub – ein zentrales „zur-Verfügung-stellen“

Ein Content Hub ist mehr als nur ein weiterer Kanal für die Veröffentlichung von Leistungsangeboten oder Produktinformationen eines Unternehmens. Ein Content Hub ergänzt und erweitert die meist sehr produktlastigen Unternehmenswebseiten um hochwertige und nutzerzentrierten Inhalte. Mit Blick auf die Bedürfnisse und Fragestellungen der Leserschaft, fungiert er praktisch als Knotenpunkt innerhalb der Kommunikation und bündelt in gut verdaulichen Häppchen Wissen, Beratung und Unterhaltung gleichermaßen. Dabei fördert das zentrale zur-Verfügung-stellen hochwertiger Inhalte die virale Verbreitung einer Marke und stärkt somit deren Glaubwürdigkeit und Bekanntheit. Das bedeutet für Unternehmen zwar deutlich mehr Aufwand – schließlich ist ein Content Hub ein hungriger Ort, der immer wieder mit neuen Inhalten gefüttert werden möchte – auf der anderen Seite haben Unternehmen dadurch aber auch die Chance, sich als Experte zu positionieren. Das schafft Vorsprung beim Sprint mit Wettbewerbern, baut langfristige Beziehungen zum Kunden auf und zieht im Idealfall neue an Land.


Was Content kann und vor allem soll

Grundsätzlich erfüllt Content die Aufgabe, eine konkrete Informationslücke zu füllen oder aber ein Bedürfnis anzusprechen. Ganz wichtig: Content ist keine Werbung sondern bietet vielmehr hochwertige Inhalte und auch kritische Fragestellungen. Dabei spielt die Relevanz der jeweiligen Themen eine entscheidende Rolle. Unternehmen, die einen Content Hub im Rahmen ihrer Unternehmenskommunikation einsetzen wollen, sollten sich dabei zwingend erst einmal folgende Frage stellen: Welcher Content ist für meine Zielgruppe unentbehrlich? Erst im zweiten Schritt werden dann die Themen entwickelt, aus denen Stories gestrickt werden sollen und auch erst dann die jeweiligen Formate. Ganz zum Schluss werden geeignete Kanäle geschaffen, die den Content schließlich an den Mann bringen. Auch hier macht es Sinn, sich noch einmal genauer mit der eigenen Zielgruppe zu beschäftigen. Manche Menschen bevorzugen es, Texte zu lesen. Andere widerrum lieben bildreichen Content, wollen Videos anschauen oder sich gemütlich einen Podcast anhören. Und dann gibt es noch solche, die brauchen alle Medienarten zur Information – je nachdem, wo und in welcher Situation sie sich gerade befinden. Ganz einfach gesagt: In einem Content Hub findet guter Content in unterschiedlichen Formaten ein Zuhause. Hier, inmitten von Podcasts, Texten und Videos, kann sich ein Unternehmen auf die Fragen, Probleme, Wünsche und Bedürfnisse von Usern fokussieren und ihm dafür genau jenes Format liefern, das er in diesem Augenblick braucht. Dabei kann ein Content Hub auch als eine Art „Knowledge Center“ gesehen werden, das einen Interessenten aktiv begleitet, bis er schließlich zum Kunden oder auch Mitarbeiter wird.


Fünf gute Gründe für einen Content Hub

1. Reichweite
In einem Content Hub liegen hochwertige Inhalte an einem zentralen Ort. Je mehr davon vorhanden sind, umso wahrscheinlicher ist die virale Verbreitung dieser Informationen und umso wahrscheinlicher ist auch ein höheres Ranking in Suchmaschinen.
2. Auf Vertrauen folgt Autorität
Grundsätzlich gilt: Niemand kauft gerne von einem gesichtslosen Unternehmen. Ein Mensch kauft gerne vom Menschen, deshalb sind Unternehmen gut bedient, zunächst guten Content zu liefern, bevor sie sich in einen Dialog mit ihrer Zielgruppe begeben. Das aufgebaute Vertrauen auf Kundenseite und das Wissen um den guten Inhalt auf Unternehmensseite schafft widerrum Autorität.
3. Kontrolle behalten
Soziale Netzwerke oder andere fremde Plattformen unterliegen ständigen Veränderungen. Hier hat kaum mehr einer Kontrolle über das, was er von sich gegeben hat. Zu schnell verschlumpfen Informationen und Inhalte in den Tiefen des Internets. Bei einem eigenen Content  Hub haben Unternehmen hingegen die Kontrolle über ihre Inhalte und damit auch über die gesamte Customer Experience.
4. Leads generieren
Ein Content Hub (oder auch Knowledge Center) zieht viele Interessenten und damit potentielle Kunden an. Viel Bewegung, viel Besucherschaft und jede Menge Potential, um diese zu Leads und später zu Kunden zu konvertieren.
5. Insights
Ist ein Content Hub erst reich gefüllt, tummeln sich hier im Idealfall viele Menschen, die sich entweder mit dem Unternehmen selbst oder aber untereinander austauschen. Hier werden rege Daten, Insights und tiefergehende Kundeneinsichten produziert, wodurch Unternehmen genau analysieren können, welche ihrer Botschaften funktionieren oder auch nicht.

Über die Autorin

Sabrina Lieb studierte Germanistik und Kommunikationsmanagement in Tübingen und Berlin. Nach den Jahren im Journalismus und der Unternehmenskommunikation arbeitet sie heute als freie Autorin und PR-Beraterin in Stuttgart. Gemeinsam mit Unternehmen entwickelt sie Content-Strategien, bringt Ideen auf den Tisch und so manch Wort aufs Blatt.

 www.sabrinalieb.de

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