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Social Media - Tipps für einen Redaktionsplan


,,Andere Unternehmen sind jetzt auch auf Facebook, Instagram etc.“ – ,,Lass uns das auch machen“


So oder so ähnlich geht es in vielen Unternehmen täglich zu.

In den letzten Jahren hat sich Social Media für viele Unternehmen zu einen unverzichtbaren Marketingmittel entwickelt. 

Daher steigen immer mehr Unternehmen auf den Social Media Zug mit auf.  Dadurch erhofft man sich einen schnelleren und rasanten Anstieg der Marketing – und Vertriebszahlen. Ein Vorteil hat das Social Media gegenüber anderen Marketingmitteln auf jeden Fall, alle Maßnahmen und Prozesse sind messbar. 

Gerade 2021 werden die Plattformen einen wahren Run erleben. Wir sind uns ziemlich sicher, dass die Bereitschaft ,,online´´ zugehen größer denn je sein wird. Warum? Die Corona Pandemie setzt Unternehmen immer noch sehr stark zu und wir müssen damit rechnen, dass gewisse Einschränkungen eine Zeit lang noch bleiben werden. Und hier entsteht für viele das Problem! Live Erlebnisse wie Kundenveranstaltungen, Produktworkshops, Promotions etc. können so nicht mehr durchgeführt werden. Diese Marketingmittel waren ein unverzichtbares Gut für jedes Unternehmen. 

Daher müssen viele Unternehmen jetzt umdenken und versuchen über ein anderes Medium Ihre Unternehmen in Stellung zu bringen. Hier eignet sich kein anderes Medium besser als Social Media, auch wenn man darüber nicht die gewohnten Emotionen abbilden kann wie mit Live Erlebnissen, aber und das ist heutzutage wichtig – man bleibt mit seinen Kunden verbunden und baut nach wie vor Vertrauen auf. 

 

Eine Sache vorab. Das Erstellen und Pflegen von Social Media Plattformen kann nicht einfach so nebenbei gemacht werden. Es bedarf einer konkreten und definierten Planung und man sollte niemals den Zeitfaktor, der diese Arbeit mit sich bringt, verkennen.

Daher sollte man vorweg überlegen welche Plattform es werden soll und was das Ziel ist!

 

Unser Tipp: Lieber eine Plattform weniger und dafür richtig.

Egal ob Instagram, Youtube, Facebook und Co. ist ein Redaktionsplan ein wichtiges Werkzeug zur Content Planung und Erstellung.

Was genau ist überhaupt ein Social-Media-Redaktionsplan? Warum ist er so wichtig? Und wie verwendest du ihn am besten? 

Zuerst sollte man sich immer Gedanken machen, welcher Content auf die Seite soll. Und hier fängt meist das Problem schon an. Was für Content soll auf meine Seite? Aber die Frage die man sich eher stellen sollte und die über allen steht ist : Was ist Social Media Content?

Wie schon eingangs erwähnt, man sollte immer wissen, was ich durch die Plattform erreichen und wen ich ansprechen will. Daher reicht nicht der Sonnenaufgang über dem Firmengebäude aus, sondern der Content sollte immer auf die Zielgruppe abgestimmt sein, einen strategischen Background haben und seine Ziele erreichen.

Unseren Kunden sagen wir immer, dass die wichtigsten Entscheidungsgrößen folgende sind: Markenbekanntheit steigern, Produkte bewerben und Kundenbindung schaffen.

Diese Ziele werden aber nur mit einem passenden Konzept und Strategie erreicht.

Daher sollte wieder jeder Marketingprozess, auch das Social Media komplett durchdacht und definiert werden und das funktioniert am besten mit einem Redaktionsplan.

 

Doch warum ist die Planung so wichtig?
Durch eine gute Planung lassen sich vor allem Zeit und Budget für die Vorbereitung von Posts sehr realistisch einschätzen. Ebenso hilft der Redaktionsplan bei der Delegation von Arbeitsschritten, damit jeder im Team weiß, was wann zu tun ist. Dabei kann nur durch eine gute Planung auch frühzeitig erkannt werden, ob die Ziele erreicht werden können oder ob es nötig ist nochmal etwas umzuplanen. Außerdem ist auch die Kontrolle am Ende nur mit einer vorherigen Planung möglich.

Schön und gut, aber was genau bringt mir ein Redaktionsplan und was gehört vor allem mit rein?


Tipps für einen Redaktionsplan:

1. Aufbau: Diese Punkte sollten in deinem Plan nicht fehlen
  • Thema des Posts
  • Autor bzw. Verantwortlicher
  • Lektor
  • Geplantes Datum
  • Kanäle, auf denen der Beitrag erscheinen soll
  • Aktueller Status (geplant, in Freigabe usw.)
  • Format (Text, Bild, Video, Karussel,…)
  • Anhänge (z.B. Bild- oder Videodateien)
  • Wichtig: Achte immer darauf, dass der Plan für alle Beteiligten übersichtlich bleibt. Excel-Dokumente mit unzähligen Spalten sorgen für Verwirrung. Deshalb ist es auch besser, Farben, Fettungen und Co. gut dosiert einzusetzen. Sonst ist dein Plan zwar schön bunt, aber schwer lesbar.
  • Zielgruppen nennen

2. Rechtzeitig im Voraus planen
Dies kann individuell entschieden werden, denn häufig hängt es hier von internen Prozessen ab. Meistens ist es aber vorteilhaft, mehrere Wochen bis Monate zu planen. Der Redaktionsplan ist nicht wie die Bibel. Was geschrieben ist, bleibt bestehen. Wir leben in so einer dynamischen Zeit, wo überall und zu jeder Zeit alles passieren kann. Aber wir wissen alle, wie wichtig der berühmte rote Faden ist. So verrennen wir uns auch nicht im Redaktionsplan.

3. Verantwortlichkeiten klären und für Transparenz sorgen
Wichtig ist es Verantwortlichkeiten festzulegen. Also wer ist für was verantwortlich. Im Redaktionsplan dürfen keine Fragen entstehen, sondern hier müssen ganz klar die Antworten definiert sein.

4. Status von Beiträgen immer deutlich machen
Ist ein Artikel noch in Bearbeitung, Korrektur, freigegeben? Es ist zu empfehlen bestimmte Status Quo Definitionen einzuführen. So hat jede Person, egal wann einen Überblick darüber wie weit der geplante Content ist.

5. Sackgassen vermeiden
Wir empfehlen in Redaktionsplänen auch ein Feld mit einzubauen, wo man überblicken kann, wann alle beteiligten Personen zur Verfügung stehen. Zu oft ist es schon passiert, dass ein Beteiligter für ein Post eingeteilt ist, dieser aber entspannt im Urlaub auf der Luftmatratze liegt. D.h man sollte den normalen Arbeitskalender mit dem Redaktionsplan abgleichen.

6. Beiträge in verschiedenen Kanälen posten
Prinzipiell ist es wichtig, dass du beim plattformübergreifenden Social Media Marketing die Eigenheiten verschiedener Kanäle im Blick behältst und nicht jeden Post in derselben Form auf Facebook, LinkedIn und Twitter postest.

7. Veröffentlichungszeiten optimieren
Viel wird über den perfekten Zeitpunkt eines Posts gestritten. Gibt es eigentlich den perfekten Zeitpunkt? Wir sagen JAEIN. Das Timing entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Dieses ist wiederum abhängig vom Netzwerk, Zielgruppen und anderen Faktoren. Daher kann man ungefähr berechnen, wann der richtige Zeitpunkt ist, aber wie schon am Anfang erwähnt leben wir in einer Zeit wo sich jeder Zeit alles rasant ändern kann. Jedoch können folgende Zeiten als Richtwert genutzt werden.

Als Richtwerte können folgende Zeitfenster dienen: 

  • Facebook: 9 – 15 Uhr (unabhängig vom Tag)
  • Twitter: (werktags zwischen 12 und 15 Uhr sowie gegen 17 Uhr)
  • Instagram: Frühmorgens (7 bis 8 Uhr) sowie 17 Uhr
  • LinkedIn: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 7 und 8 Uhr, um 12 Uhr und zwischen 17 und 18 Uhr

Tipp:  Es gibt auch bestimmte Aktionen die in den letzten Monaten immer bekannter wurden. Wie z.B #mondaymood oder #ThrowBackThursday. Diese definieren natürlich einen festen Zeitraum und können super als Planungsgrundlage dienen. Ebenso können sie als Lückenschließer genommen werden.


8. Beiträge wiederholen
Manche erfolgreichen Beiträge lassen sich wiederholen, zum Beispiel, wenn es einen äußeren Anlass gibt. Blogartikel beispielsweise, die bei deiner Zielgruppe gut angekommen sind, kannst du ein zweites oder vielleicht sogar drittes Mal posten, um noch mehr Nutzer darauf aufmerksam zu machen. Vorausgesetzt natürlich, sie sind inhaltlich noch aktuell.Wenn du ein Thema “pushen” möchtest, lässt sich das sogar im Voraus planen. Aber lass zwischendurch etwas Zeit verstreichen und wiederhole dich nicht zu oft. Sonst wirkt es so, als würde dein Account nur aus Recycling bestehen.

9. Feiertage und Events berücksichtigen
Auch wenn Social Media kein greifbares Marketingmittel ist, spielt es sich nicht in einem luftleeren Raum ab. Es ist immer sehr wichtig, dass ein Redaktionsplan Feiertage, Ferien, Events etc. beinhaltet.

Ein Beispiel: In der nächsten Zeit findet eine Messe statt, die unglaublich wichtig für deine Branche ist und somit auch für deinen Kunden. Das Schöne hierbei ist, dass diese Termin schon weit im voraus feststehen und so in aller Ruhe geplant werden können.


10. Spontan bleiben
Wir sagten es schon - ein Redaktionsplan ist nicht die Bibel.

Egal wie strikt der Redaktionsplan geplant wird, man sollte dennoch weiterhin spontan bleiben, denn davon lebt das Social Media.

Nehmen wir an es passiert ein Ereignis, dass die Zielgruppe beschäftigt, man aber keine Stellung dazu nimmt, kann eine Sache passieren: Es entsteht der Eindruck dass sich das Unternehmen nur für buisness as usual interessiert und somit an Follower verliert.

Manchmal sollte es das sogar, dann zum Beispiel, wenn ein Ereignis eintritt, das deine Zielgruppe stark beschäftigt. Ignorierst du dieses Ereignis, kann der Eindruck entstehen, dass sich dein Team nicht für eure Follower interessiert und nur business as usual macht. Ein gutes Beispiel dafür ist die Corona-Krise, die vor keinem Redaktionsplan Halt gemacht hat. 

 

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